Ein sanfter Flügelschlag umarmt dich.

Manchmal kommt es mir so vor, als ob ich in einer Scheinwelt lebe. Ich wünsche mir eine Welt voller Liebe und Menschlichkeit, Freiheit und Entfaltungskraft für jeden in seinem Wesen. Dafür stehe ich morgens auf. Dafür arbeite ich. Dafür lebe ich.

Gestern Abend wurde ich kurzzeitig aus dieser Idylle herausgerissen. In Werder, meinem neuen Wohnort, wurde es laut. Schlachtrufe ertönten von der Bismarckhöhe über die Insel. Tiefe, dunkle, hasserfüllte Stimmen grölten „Wer hat den Krieg gewonnen!“ Die AfD veranstaltete ihre Wahlparty. Der weitere Stimmenzuwachs bestärkte sie in ihrer Selbstverherrlichung.

Die Welt verändern bedeutet für mich, sich selbst zu verändern, neue Wege zu gehen, Entscheidungen zu treffen, auch im Gefühl der Angst vor dem Unbekannten, der Unsicherheit oder dem Hadern gegenüber dem, was zurück gelassen werden muss. Es bedeutet zukunftsgerichtet zu wirken, dem Wohle von allen entgegen gehend. Es bedeutet sinnstiftend zu wirken, dem Wohle von allen dienend. Es bedeutet menschlich zu wirken, sich selbst und andere erkennend, sie lächelnd und liebend in die eigene Welt einzuladend, um Wege gemeinsam zu gehen und sich gegenseitig zu unterstützen. Völlig egal, welcher Kultur, welcher Religion, welchem Geschlecht, welchem Bildungsgrad oder welchem sozialen Stand man angehört.

Lebe ich wirklich in einer solchen Scheinwelt?

Vor dem Hintergrund der Wahlergebnisse in Brandenburg und Sachsen, sollte man meinen ja. Vor allem auch, wenn wir zudem die Regierungsmachenschaften von Trump oder dem derzeitigen Desaster im Vereinigten Königreich, der Wiege des modernen Parlamentarismus, sehen.

Wer gibt vor, in welche Richtung Veränderung geht? Was darf sein und was will werden?

Scheinbar ist die Angst vor der Zukunft so groß, dass Menschen sich rückwärts wenden. Scheinbar ist die Angst vor Veränderung so groß, dass Menschen Altes bewahren wollen. Und scheinbar gibt es kein Hadern vor dem, was zurückgelassen wird, sondern vor dem, was hinzukommt. Scheinbar ist die Angst vor Menschlichkeit, ehrlicher Reflexion und Verantwortungsübernahme noch viel größer als angenommen. Scheinbar ist die Angst vor dem Unbekannten, Fremden so groß, dass alles, was nicht ins eigene Weltbild passt, weggestoßen wird.

Nur, wer kennt schon sein eigenes Weltbild? Was ist der richtige Weg? Gibt es ihn, den richtigen Weg? Welche Welt wollen wir gestalten? Wer ist „wir“? Wer die anderen? Wer von uns lebt nun in einer Scheinwelt?

Der Welt fehlt Bewusstsein für Liebe.

Aus unendlicher Tiefe schreit mein Herz still in die Welt hinaus: „Auf das der Mensch in reiner Liebe und Rechtschaffenheit fortfahre. Die, deren Errungenschaften nicht aus der reinen Liebe entstammen, werden fortan als zur ewigen Vernichtung verdammt bekannt sein, denn die Lebenskraft unserer Welten ist Liebe.“ Mir kommt es vor, als ob das Universum selbst auf den Schlachtruf antwortet.

Wir leben in einer Welt unentwegter Veränderung und Fortentwicklung. In einer Welt, die sich momentan in ihrer Grundentwicklung öffnet, mehr und mehr zusammenkommt, bewusster wird und zwar nicht nur ökologisch und ökonomisch, sondern auch menschlich und wesentlich. Viele Initiativen, die für eine neue, werteorientierte Welt antreten sind geprägt von innovativen zukunftsorientierten Ideen. Sie sind gestützt von verantwortungsbewussten Menschen, die bereit sind, ihre Ängste zu überwinden. Sie sind getragen von Gemeinschaft, Zusammenwirken, Dialog, Toleranz, Respekt und Liebe. Natürlich gibt es auch hier Schwierigkeiten, Konflikte und viel zu viel Arbeit, doch alle Ideen haben sich aus einem Zustand von Schmerz, Angst oder Betroffenheit entwickelt. Hass findet hier keinen Platz. Dort wo Hass regiert, existiert keine Liebe, denn Liebe und Hass schließen sich gegenseitig aus.

Du musst nicht jeden mögen. Du solltest aber jeden lieben.

Wenn wir gesamtgesellschaftlich weiter kommen wollen, sollten wir deshalb der Liebe folgen und aus dem Jetzt heraus, ausgerichtet auf eine wohlbringende Zukunft, handeln. Damit meine ich nicht, dass wir uns nun alle in die Arme fallen müssen. Auch muss keiner missionarisch Liebe verkündend durch die Welt gehen. Liebe lässt sich nicht erzwingen. Sie lässt sich auch nicht ins Herz drücken oder visualisieren. Sie ist immer lebensbejahend, gewaltfrei, frei und unendlich. Liebe ist Lebenskraft und Lebensgrundlage zugleich. Wir können sie erfahren, indem wir uns ihrer bewusst werden und sie mehr und mehr zulassen.

Vom ICH zum ICH BIN

Doch auch ein Weg der Liebe ist mit Schmerz und Angst verbunden. Die Schmerzen bisheriger Erfahrungen verführen uns zur Schmerzvermeidung. Angst vor Ungewissheit macht fehlendes Vertrauen in uns selbst und unsere Möglichkeiten deutlich. Die Angst vor dem „Ich“ haben wir dabei vielleicht noch im Griff, aber was ist mit der Angst vor dem „Ich bin“?

Das ich bin < hier in dieser, meiner, unserer Welt > fordert Ehrlichkeit und Authentizität. Jedes ein Sich-selbst-vormachen wird aufgedeckt, jedes ein So-tun-als-ob wird entlarvt, jede falsche Motivation enttarnt. Rückwärtsgewandtes bleibt kraftlos. Wir durchleben schließlich eine permanente Evolution, eine Entfaltung von Kräften, man könnte auch sagen eine Metamorphose des Weltlichen oder eine Mutation wie Jean Gebser dieses stetiges Wachstum nennt.

Die größere oder höhere Instanz des „Ich bin“ führt uns auf dem Weg des Herzens.

Wir entdecken Liebe als eine transformierende Kraft und nutzen sie gleichermaßen als eine Ebene der Wahrnehmung. Wir lernen Liebe in ihren unterschiedlichsten Frequenzen zuzulassen, erkennen Wahrheit und schöpfen aus dem gesamten Lichtpotential aller Welten und aller Universen. Jeder kann in die größere Lichtfülle des ICH BIN hineinwachsen. Je mehr wir das Licht der Liebe zulassen und uns bewusst werden, desto weiter dehnt sich Evolution aus und wir gelangen in das Bewusstsein der gesetzmäßigen, göttlichen Liebe.

Für die ganz spirituellen Menschen unter Euch. Du wächst bewusst in die 5. Dimension hinein und wirkst aus ihr heraus. Hier bist du dir deiner Aufgabe, deiner Kompetenzen und deiner Zuständigkeiten bewusst. Hier gibt es keinen Nährboden für Angst und Schmerz.

Mit oder ohne bewusste Liebe

Der große Unterschied zwischen Veränderungen mit oder ohne Bewusstsein für Liebe ist, dass wir in der Liebe Wandel von innen heraus gestalten. Dieser wirkt immer kraftvoll und positiv auf das Außen. Liebe säht Liebe und verwandelt Hass in Liebe. Liebe verbindet. Niemals trennt sie. Sie urteilt nicht. Liebe offenbart und entfaltet. Sie versteckt nichts. Liebe dient immer dem Wohle von allen, denn < wir erinnern uns > sie ist die Lebenskraft des gesamten Universums. Sie macht Unsichtbares sichtbar und weckt ungeahnte Potentiale.

Wenn wir denn nur mehr lieben würden.

Was wir in unser aktuellen Zeit brauchen ist ein regelrechter Bewusstseinssprung. Wir brauchen Menschen, die sich auf den Weg machen, sich selbst erkennen in ihrem höheren Lichtkleid des ICH BIN. Menschen, die in Liebe in ihrer Zuständigkeit, in ihrem integralen Licht-Potential wirken.

Satya Sai Baba hat mal gesagt, der schwerste Weg, den wir in unserem Leben gehen müssen, ist der Weg uns selbst zu erkennen. Dieser Weg wird uns nicht erspart bleiben. Je früher wir ihn gehen, desto leichter, glücklicher und erfüllter wird unser Leben.

Dieser Weg ist der Weg der Liebe.

Erkenne dich in deinem ICH BIN, gehe auf in Liebe und lass dich von ihrem unendlich weiten und weichen Flügelschlag sanft umarmen. Verändere die Welten zukunftsorientiert. Vertraue in ihre Kraft und in dein Selbst.

Sei glücklich, sei Liebe, sei Licht.

LOVE
Kun Ya

PS: Meine Lehre des Kan Yu ist eine Seinslehre, mit der du in die tiefsten Ebenen des ICH BIN gelangst. Geführt aus Liebe in die Liebe,  gemeinschaftlich, Ko-kreativ und sinnstiftend. Wenn du hier mehr wissen möchtest, schau dich gerne auf meiner Webseite um, oder melde dich einfach bei mir: kunya@kanyu-zentrum.de

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