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Meditation verstehen

Warum tun wir uns so schwer mit dem Meditieren?  Was geschieht bei der Meditation? Hier mein Versuch einer Erklärung:

In der Meditation begegnen wir uns auf drei Ebenen; dem Körper, dem Geist und der Seele.

Im Normalfall bewegt sich aber das Ich-Bewusstsein vorwiegend auf der körperlichen oder auch gegenständlichen Ebene, und der mentalen – der geistigen und emotionalen Ebene. Das bedeutet, du spürst, wenn du körperliche Schmerzen hast, du kennst deine Gedanken und du weißt, ob du traurig, fröhlich oder wütend bist. Mit diesen Betrachtungsebenen interpretierst du dein Befinden. Die Ebene der Seele ist dabei meist von deinem Ich-Bewusstsein ausgegrenzt. Seelisches Befinden wird zwar oft mit und durch Emotionen interpretiert, doch das ist es nicht. Die Ebene der Seele ist dem Kausalen zugeordnet. Kausal interpretiere ich als ein Feld eines uns innewohnenden göttlichen Prinzip, mit den Qualitäten der absoluten Wahrheit, des absoluten Bewusstseins und der Glückseligkeit. Man kann es auch eine tief gehende ganzheitliche Lebensenergie nennen, ein Feld aus Licht oder Liebe. In den Kulturen wird es unterschiedlich benannt:  Tao, Chi, Qi, Prana usw. Dieses Feld enthält einen  immerwährenden Lebensfluss, eine Gesetzmäßigkeit, in deren Natur sich alles mitbewegt.

Diese Ebene ist dir fremd geworden. Der Kontakt zu dieser lebendigen Quelle ist verloren gegangen. Du fühlst dich getrennt oder hast im Alltag den Eindruck, dass immer irgendetwas fehlt. Du kannst es nicht genau beschreiben, manchmal noch nicht einmal begründen. Du kennst nur die Sehnsucht danach.

Aller Anfang ist schwer

Hierin liegt der Grund, warum es am Anfang so schwer ist zu meditieren. Diese Trennung stellt für jeden Meditierenden ein Spannungsverhältnis zwischen dem bekannten gegenständlichen und mentalen Ich-Bewusstsein von Körper und Geist und einem unbekannten, einem überweltlichen Bewusstsein der Seele dar. Das bedeutet, mit jeder Meditation machst du dich auf den Weg hinein in einen dir fremden Aspekt von dir selbst. Das hört sich vielleicht zunächst befremdlich an, doch letztlich ist es nur das Lösen einer inneren Erstarrung, und ein Erinnern an die Existenz einer lebendigen Quelle.

Altes Wissen wird erinnert

Das Wissen um die Existenz einer solchen lebendigen Quelle ist ein sehr altes Wissen. Rund um den Erdball haben Menschen mit diesem intuitiven Wissen und dessen Funktionen im Einklang gelebt. Im Laufe der Zeit entwickelte sich allerdings ein Weltbild, in dem diese Ebene nicht mehr vorkam. Diese Ebene wurde schlicht verdrängt, vergessen oder gar ausgerottet. Heilungen, die mit dieser bewussten Verbundenheit zur Lebensenergie geschahen und heute noch geschehen, scheinen deshalb unbegreiflich. Sie passen nicht in das Konzept von Verstand und Gefühl hinein und werden aus diesem Nichtverständnis heraus als “Wunder” deklariert oder einfach verleugnet. Nun gab und gibt es immer Menschen, die auf die Existenz einer solchen Energie beharrten und beharren. Früher wurden sie als Hexen verbrannt, als Scharlatane oder Betrüger beschimpft, als ganze Naturreligionen ausgerottet oder missioniert. Heute werden sie als Spinner oder Wahnsinnige bezeichnet.

Verstand und Gefühl verbinden sich mit dem Seelischen

Um aus dem Gefühl des Getrenntseins heraus zu kommen müsstest du dich wieder erinnern an die Lebensenergie, die alles durchströmt. Es ist ein Weg wieder hin zu einem achtsamen und liebevollen Umgang. Dafür ist es notwendig, eine Verbindung zwischen Verstand und Gefühl zu etwas im inneren deines Wesens herzustellen. Du machst dich sozusagen auf den Weg in eine Tiefe, die dem Denken nicht zugänglich ist.

Dieser Weg vollzieht sich Schritt für Schritt.

Er ist wundervoll erholsam, indem er dir Ganzheitlichkeit und neues Bewusstsein schenkt, und gleichzeitig ist er ein ganz normaler Zustand. Es ist die Erfahrung der inneren Stille, die du vielleicht schon hattest, als du dich ganz bei und mit dir selbst gefühlt hast. Erfahrungen, die dir die Meditation schenken wird.

Den Weg kannst du auf verschiedene Weise gehen.

Es werden in der heutigen Zeit die unterschiedlichsten Techniken und Methoden von aktiven und passiven Meditationen angeboten.

  • Aktive Meditationen werden durch Bewegungen, lautes Wiederholen, achtsames Handeln praktiziert, dies wären beispielsweise Geh-Meditation, Kirtangesang, Mantren-Meditation, Yoga, Tanz oder auch einige Kampfkünste.
  • Passive Meditation wird im stillen Sitzen ausgeübt, beispielsweise Übungen der Stille wie das Za-Zen, Achtsamkeits- und Konzentrationsübungen wie das Autogene Training oder die Atem-Meditation und
  • Ausdehnungs- und Energiemeditationen wie die Licht- oder Herzmeditation.

Die Auflistung ist nicht abschließend. Die beiden letztgenannten Methoden spielen auf unserem Weg eine besondere Rolle…

Du möchtest nun endlich mit Meditation beginnen? Wir helfen dir mit einer Soulful Meditation Challenge von Integrale Vision. 21 Tage tägliche gemeinsame Meditation. Die Challenge startet mehrmals pro Jahr. Informatieren und anmelden kannst du dich  hier.

Gemeinsam mit Alina Hodzode freue ich mich auf Dich.

 

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Kun Ya Andrea Schmidt

Meditationslehrerin und Architektin bei Zentrum für Kan Yu
Meine Aufgabe sehe ich darin, Bewusstsein für Mensch, Raum und Verbundenheit in Liebe zu schaffen. In meiner Arbeit im Kan Yu und bei Integrale Vision empfinde ich große Dankbarkeit, wenn meine Kunden beginnen unsichtbare Energiestrukturen wahrzunehmen und ihre Potentiale zu schöpfen. Bei GesellschaftSEIN engagiere ich mich für mehr Menschlichkeit.
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