intelligent Leadership mit Kun Ya

Intelligent Leadership – Reintegration von Intuition

Ein offenes Herz. Ein offener Geist. Eine Inspiration. Ein schöpferisches Zuhören. Eine innere Haltung der vollständigen Präsenz und gleichzeitig des vollständigen Zurücknehmens. Die ungeteilte Achtsamkeit.

Wovon rede ich hier…

Abwartend auf den Impuls. Verweilend in der Haltung der passiven Aufmerksamkeit. Tun im Nicht-Tun, Handeln im Nicht-Handeln. Zukunft wird möglich, denn es gibt kein Hängen an die oder in der Vergangenheit – frei nach dem Motto: „Das haben wir hier immer schon so gemacht.“ Nein, der intelligent Leader lässt das WERDEN zu. Er lässt wirklich NEUES entstehen, indem er im bewussten Kontakt mit seiner Intuition steht.

Intelligent Leadership ist der Führungsstil der Zukunft.

Hier ist die Intuition als unbewusste Intelligenz eines jeden vollständig integriert. Die Handlung erfolgt immer für das Wohl aller. Der Begriff NEU wird ernst genommen. Neu ist etwas zuvor nie Dagewesenes. Die Reintegration von Intuition ist Teil einer Evolution des Bewusstseins.

Diese unbewusste Intelligenz wird im Kan Yu mit gezielten Übungen über die Dimension des Tiefenbewusstseins mehr und mehr präsent, und regelrecht an die Oberfläche des Bewusstseins geholt.

Führungskräfte müssen dabei ganz andere Ansprüche erfüllen.

Wenn der Intuition mehr Aufmerksamkeit und Raum geschenkt wird, besteht die Herausforderung darin, in einer rational geprägten Welt standzuhalten und nicht zurückzufallen in die eigne alte Prägung. Im beruflichen Kontext bedeutet das, die verschiedenen Wirklichkeiten zusammenzuführen und zwischen ihnen zu vermitteln – zum einen die eigene persönliche Wirklichkeit, zum anderen die Wirklichkeit der anderen. Dabei handelt es sich aber immer um Wirklichkeiten, die nicht unbedingt einer Wahrheit im Sinne des NEUEN beinhalten müssen. Um hier nicht einer gelenkten „Intuition“ zu folgen, die dann keine mehr wäre, bedarf es einer Haltung der Absichtslosigkeit.

Die Reintegration von Intuition in die Welt der Führungskräfte bedeutet somit gleichzeitig die Einführung einer spirituellen Dimension.

Die Zeit hierfür ist längst überfällig. Das grundlegende Bewusstsein in der Arbeitswelt muss sich erneuern. Werte wie Menschlichkeit, Achtsamkeit, Nachhaltigkeit, Gesundheit, gesellschaftsbezogene Werte, Verbundenheit, ja auch Hingabe und Demut werden mit Blick auf die momentane globale Zeit der Krisen in Zukunft nicht nur wichtig, sondern absolut notwendig. Bei diesem Prozess werden Werte nicht nur definiert, sondern auch zum Ausdruck des Denkens und Handelns. Werte werden gelebt.

Der intelligent Leader ist kreativ und innovativ. Er zieht sich rechtzeitig zurück, um die Lösungen für die Aufgabenstellung entstehen zu lassen. Das klingt verrückt, ist aber ausnahmslos effektiv.

Alle wichtigen und dauerhaften Impulse entstammen der Intuition in Momenten der Stille.

Hierbei bleibt der Prozess offen, auch wenn er in Meetings in der Gruppe durchgeführt wird. In dem Moment des Rückzugs beginnt ein intuitives in sich Hineinhorchen und Hinhören, ohne Erwartung, ohne Vorgaben. Zu Beginn dieses intelligent Leaderships herrscht in diesem Prozess Ungewissheit, die oft schwer auszuhalten ist. Doch mit Geduld und Ausdauer kommt irgendwann ein Impuls.

Durch das Tiefenbewusstsein im Kan Yu kommt dieser Impuls je nach Übungsstand recht schnell, so schnell, dass er bereits im Gespräch entsteht und die weitere Handlungsoption vorgibt. Im Augenblick dieser Synchronizität geschieht Führung und geführt werden gleichzeitig.

Eine der Übungen ist die Reflexion. Das immer wieder Überprüfen der eigenen Wahrnehmung, die durch innere Bilder, innere Dialoge, Emotionen erfolgt. Dabei schauen, ob die Wahrnehmung wirklich offen und frei ist, oder beeinflusst von Wünschen, Kontrolle, Hoffnungen, Misstrauen. Wie gesagt, dieser Weg verlangt eine „absichtsvolle absichtslose“ Wahrnehmung, wie es oft auch im Buddhismus heißt. Offen sein für Intuition verlangt Achtsamkeit und Vertrauen.

Intuition und Verstand – Freunde oder Feinde?

Um es direkt zu sagen, Intuition soll und muss mit dem Verstand zusammenarbeiten. Intuition und Verstand sollten enge Freunde sein. Der Verstand ist analytisch, linear, methodisch, systematisch, mit ihm können die einzelnen Schritte der Erkenntnisgewinnung nachvollzogen werden. Die Intuition hingegen ist sprunghaft, unbewusst, sie kommt sozusagen aus dem Nichts, und kann nicht kontrolliert werden. Sie ist der Impulsgeber, gibt die Richtung vor, der es zu folgen gilt.

Albert Einstein formulierte es so:

„Alles, was wirklich zählt, ist die Intuition. Die Intuition ist ein göttliches Geschenk, der denkende Verstand ein treuer Diener. Es ist paradox, dass wir den Diener verehren und die göttliche Gabe entweihen.“

Intuition ist tief verbunden mit der bedingungslosen Liebe unseres Herzens und deren unendliches Wahrnehmungsfeld. Dieses Feld ist in der Meditation zu erreichen, allerdings nicht mit den gewöhnlichen Mitteln. Dieses Feld liegt außerhalb unserer Gedanken und unserer Sprache. Deshalb ist die Meditation ein unentbehrliches Werkzeug im Kan Yu und überhaupt in der heutigen Zeit. Ich rede von ihr als der höchsten Kunst des Lebens. In diesem Wissen führt Intuition automatisch zum Leben von humanistischen Werten, weil Liebe Werte vorgibt und ein anderes denken und handeln nicht zulässt.

Über die Intuition hat der französische Philosoph und Schriftsteller Henri Bergson in seinem Buch „Denken und schöpferisches Handeln“ geschrieben:

„ Die Intuition … erfasst … ein Wachstum von innen her, die ununterbrochene Verlängerung der Vergangenheit in eine Gegenwart hinein, die ihrerseits in die Zukunft eingreift. Es ist die direkte Schau des Geistes durch den Geist. … Intuition bedeutet also zunächst Bewusstsein, aber ein unmittelbares Bewusstsein, eine direkte Schau,… Es ist zudem ein erweitertes Bewusstsein, dass gleichsam die Schranken des Unbewussten vorübergehend durchbricht.“ (Bergson 1948, S.44).

In diesem Zusammenhang möchte ich nicht verpassen darauf hinzuweisen,

dass der Begriff Intuition in gewissen Bereichen fast schon ein Modebegriff um nicht zu sagen ein Werbebegriff geworden ist. Das ist vermutlich unserer Zeit geschuldet. Fragen wie: Wie kann ich Intuition zu meinem Vorteil nutzen? Wie kann ich einen Wettbewerbsvorteil durch den Einsatz von Intuition gewinnen? usw. verpassen die Chance von Intuition. Hier geht es lediglich um Selbsterhaltung, Nutzenmaximierung mit einem kurzfristigen egoistischen Erfolg. Dieser Einsatz ist nicht Sinn des Kan Yu und auch nicht im Sinne von Evolution.

Intelligent Leaders durchbrechen den heutigen Führungsstil.

Sie denken und handeln in langfristigen Visionen. Sie stellen Fragen nach ganzheitlichen Entwicklungen, nach einem echten Beitrag für die Welt. Sie übernehmen eine gesellschaftliche Verantwortung im Sinne der Verbundenheit. Sie vereinen das Ich- mit dem Wir-Bewusstsein.

Intuition als professionelle Kompetenz im beruflichen Umfeld im Sinne des Gemeinschaftlichen steht noch am Anfang ihrer Integrität. Von vielen noch belächelt spielt sich allerdings bereits bei einigen erfolgreichen Unternehmern schon eine große Rolle.

Werde du auch einer von Ihnen!

Deine Kun Ya


 

Wie die bewusste Nutzung der Intuition als Instrument für ein intelligent Leadership aussehen kann, wie es trainiert werden kann, und was es bedeutet Intuition mit dem Tiefenbewusstsein des Kan Yu zu erfahren, ist Teil unserer Arbeit in Unternehmen. Nach einem unverbindlichen Gespräch zur Klärung des individuellen Bedarfs, besprechen wir die Möglichkeiten und erstellen für die Durchführung ein Angebot.

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Kun Ya Andrea Schmidt

Meditationslehrerin und Architektin bei Zentrum für Kan Yu
Meine Aufgabe sehe ich darin, Bewusstsein für Mensch, Raum und Verbundenheit in Liebe zu schaffen. In meiner Arbeit im Kan Yu und bei Integrale Vision empfinde ich große Dankbarkeit, wenn meine Kunden beginnen unsichtbare Energiestrukturen wahrzunehmen und ihre Potentiale zu schöpfen. Bei GesellschaftSEIN engagiere ich mich für mehr Menschlichkeit.
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